LUCIUS FLAVUS - The Story Of A Hero - German Fansite About The Famous Historical Novel

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"Ein Held wird niemals aufgeben. Und ein christlicher Held darf das noch viel weniger tun." 8. Juni 09: ______________ >> 300 BESUCHER AUF DIESEM WEBLOG!!! << >> 14.01.10 >>>>>> 800 Besucher!!!!! ________________________ "LUCIUS FLAVUS" ist ein historischer Roman des schweizer Schriftstellers Joseph Spillmann aus dem 19. Jahrhundert. Dieses Weblog ist weder im Auftrag eines Verlags noch der Kirche aufgebaut, sondern wird einzig und allein von Fans betrieben. Falls sich jemand durch Inhalte auf dieser Seite in seinen Urheberrechten verletzt fühlen sollte, bitten wir denjenigen, sich sofort bei uns zu melden. Wir werden die betreffenden Inhalte dann schnellstmöglich löschen. _________________________ Auf Fehler und Mängel darf gerne hingewiesen werden! _________________________ www.myblog.de/lucius-flavus _________________________ ________________________ _______________________ ______________________ _____________________ ____________________ ___________________

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LUCIUS FLAVUS

Eine bewegende Geschichte von Mut, Treue, Liebe und Aufopferung

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Erstes Buch: Das Paschafest des Jahres 66 nach Christus

77 n. Chr.: Der jüdische Rabbi Sadok befindet sich mit seinem elfjährigen Sohn Benjamin und seiner sechzehnjährigen Tochter Thamar sowie deren Amme Sara auf der Reise nach Jerusalem. Kurz vor Bethanien werden sie von einem als Kameltreiber verkleideten Räuber in die Irre geführt und von den Banden des Ben Gioras überfallen. Sadok wird schwer verwundet, Benjamin und Sara verschleppt. Ihnen kommt ein junger römischer Centurio namens Lucius Flavus zu Hilfe. Er rettet Thamar, schlägt die Räuber in die Flucht oder tötet sie, es gelingt ihm aber nicht, Benjamin und die Amme zu retten. Er bringt sie nach Bethanien zu Eusebius, der sich als Christ herausstellt, in Pflege. Die Belohnung Sadoks schlägt er aus.

Den Gefangenen Ben Gioras, auf dessen Kopf eine hohe Belohnung gesetzt ist, bringt er zum Statthalter Gessius Florus, der ihm die Belohnung verweigert und ihn stattdessen für dessen Sicherheit haften lässt. Florus aber lässt sich von den Kumpanen des berühmten Räubers bestechen, lässt ihn Nachts frei und setzt Lucius gefangen, der aber nach Florus Absetzung wieder befreit wird.

Benjamin erlauscht unterdessen bei den Räubern, dass Thamar nach dem Willen ihres Vaters mit Eleazar, dem Enkel des ehemaligen Hohenpriesters Kaiphas, verlobt ist. Ananus, der Vater des Bräutigams, hat es jedoch nur auf Thamars Reichtum abgesehen und die Räuber angestachelt, sie durch Mord an Thamars Angehörigen zur Alleinerbin zu machen, da das Haus des Kaiphas hoch verschuldet ist. Der Räuberhauptmann Ben Gioras aber will nun seinerseits Ananus mit Benjamin erpressen. Durch Sara, die als Unterhändlerin nach Bethanien geschickt worden ist, erfährt Thamar von diesen Ereignissen und auch, dass ihr Bräutigam ein Verbrecher sei, was allerdings nicht stimmt, da nur dessen Vater in die Sache verwickelt ist. Was die wenigsten wissen, ist, dass Eleazar eigentlich schon mit Rachel, einer guten aber von ihm gehassten Frau verheiratet ist.

Unterdessen erfahren Thamar und Sadok davon, dass ihre Gastwirte Christen sind. Sadok erleidet durch diese Aufregung einen schlimmen Blutsturz und seine Tochter hält ihn für Tod. Auch der Gefahr wegen, welche ihr von Ananus und Ben Gioras droht, schreibt sie an Lucius Flavus. Dieser bringt sie zu seiner Gönnerin Berenike, der Enkelin des Herodes, gerade noch rechtzeitig, bevor die Leute des Ben Gioras und die Leute Eleazars ins Haus eindringen. Eusebius, der gerade zu dieser Zeit nicht im Haus ist, kommt erst später zurück. Die Leute Eleazars aber nehmen statt der nicht anwesenden Thamar deren alte Amme Sara mit sich. Nachdem sich dieser Irrtum allerdings zu spät herausgestellt hat, wird sie freigelassen.

Benjamin wird unterdessen ins Haus des Kaiphas gebracht, Thamar flieht mit Berenices Schwester Drusilla nach Masada. Eleazar, der sie nicht aufgeben will, findet ihre Spur, holt sie zurück und bringt sie zu den Tempeljungfrauen. Ananus gewährt ihr ein Gespräch mit ihrem Bruder Benjamin, welcher bereits von Ananus erkauft ist.

Nach seiner Rückkehr nach Bethanien bringt Eusebius Sadok, der tatsächlich noch lebt, nach Jerusalem. Dieser wird langsam wieder gesund, verlässt den Pfleger aber wieder, da dieser seiner Meinung nach Götzendienst betreibt. Tatsächlich handelt es sich aber um die Verehrung des Schweißtuches der Veronika.

Die Aufstände in Jerusalem nehmen ihren Lauf. Eleazar und Ben Gioras, die abwechselnd als Messias gefeiert werden, streiten sich um die Gunst des Volkes und sammeln Anhänger. Schließlich wird die Burg Antonia angegriffen. Die Römer ergeben sich und lassen sich von den jüdischen Siegern freien Abzug und sofortige Entlassung versprechen. Diese aber brechen ihr Wort und machen alle Römer nieder, mit Ausnahme des Lucius Flavus, den Eleazar heimlich mit sich nimmt, um sich an ihm zu rächen, da er ihm Thamar mehrmals vorenthalten und ihm abtrünnig gemacht habe.

Zweites Buch: Der Aufstand

Lucius kommt in das Verlies des wahnsinnigen Kaiphas. Thamar, die davon erfährt, flieht nachts aus der Klausur der Tempeljungfrauen um mit Benjamins Hilfe Lucius zu befreien. Vor der verschlossenen Kerkertür jedoch wird den Geschwistern die Fortsetzung der Befreiung unmöglich, Thamar und Lucius verabschieden sich fürs Leben und gestehen sich ihre Liebe. Schließlich aber findet Benjamin den Schlüssel und zu dritt fliehen sie durch Nachbarsgärten zum nächsten Haus.

Dies ist zufällig die Unterkunft der Christen, denen auch Eusebius angehört und die drei werden gerne versteckt und aufgenommen. Thamar, die sich verletzt hat, wird gepflegt. Paulinus, der Neffe des Heiligen Paulus, unterrichtet die ganze Hausgemeinschaft in den christlichen Lehren. Thamar, die schon vorher halb und halb bekehrt worden war, lässt sich unter die Katechumene aufnehmen.

Lucius, Thamar und auch Benjamin werden überall gesucht. Schließlich planen sie die Flucht mittels eines Korbes über die Mauer. Für Thamar ist dies ihrer Verletzung wegen unmöglich, sodass nur die beiden anderen zusammen mit Paulinus die Flucht wagen.

Drittes Buch: In Cäsarea und in Rom

In Cäsarea trifft Lucius auf seine ehemaligen Kampfgenossen sowie Berenice. Der Totgeglaubte muss nun als einziger Augenzeuge der schrecklichen Ereignisse in Jerusalem alles genau erzählen, was dort geschah. Bei Gessius Gallus trifft Lucius den Rabbi Sadok, der für tot gehalten worden war. Dieser beschimpft und verflucht ihn zunächst, da er ihn für den Unterschlager seines Vermögens hält. Nachdem er aber alles erfahren hat, dankt er ihm und verspricht ihm die Hand Thamars. Lucius führt in bald mit Benjamin zusammen und die beiden feiern ihr Wiedersehen.

Lucius aber bekommt den Rang eines Tribunen verliehen und die Aufgabe, den angeklagten, ehemaligen Statthalter Florus nach Rom zu bringen, damit er von Nero verurteilt werde. Außerdem erwirkt er bei dem ihm befreundeten und gutgelaunten Gallus die Auszahlung des Geldes, welches auf den Kopf des Ben Gioras gesetzt und das Florus ihm vorenthalten hatte.

Am Abend führt ihn Berenike in das Haus einer ägyptischen Wahrsagerin. Diese zeigt den beiden ein Bild, auf dem Lucius mit Berenike abgebildet ist, im Hintergrund das brennende Jerusalem und in seiner Hand eine Krone. Die Sibylle deutet das Bild, damit, dass Lucius zum Kaisertum berufen sei und Jerusalem nicht mehr lange existieren werde. Lucius verdrängt nun die Eindrücke aus Jerusalem, das Gesicht Thamars und die christlichen Lehren und beginnt, von Macht, Karriere und Triumph zu träumen.

Sadok bringt Benjamin im Haus des Reeders Jonas unter, welcher den Jungen aber schlecht behandelt, sodass Benjamin durchbrennt. Sadok selbst muss mit einer Jüdischen Gesandtschaft, die von Nero Gnade erbitten will, nach Griechenland reisen. Lucius und Paulinus segeln nach Rom. Auf dem Schiff diskutieren beide über den christlichen Glauben, wobei dem Leviten die neuen Aussichten des Tribuns schmerzlich klar werden. Paulinus kann einen Anschlag des Florus auf Lucius verhindern, wird dabei aber selbst schwer verwundet.

In Rom angekommen bringt Lucius Paulinus zu seiner Mutter und Schwester. Diese sind mittlerweile auch zu Christen geworden. Tigellinus, der Präfekt der Prätorianer, ist allerdings schon länger eifersüchtig auf die Gunst, die Lucius überall erhält. Er belauscht ein Gespräch zwischen Lucius und seiner Schwester Lucilla über das Christentum, in welchem eine geheime Zusammenkunft der christlichen Häupter, darunter auch Petrus, erwähnt wird. Lucius schickt seine Schwester und Mutter zum Schutz in die Sabiner Berge.

In der Nacht umstellt Tigellinus das Haus. Lucius sowie die ganze Versammlung der Christen im Haus, darunter auch der Papst Petrus, werden gefangen genommen und unter dem Zirkus eingekerkert. Briefe an Berenice bleiben seltsamerweise ohne Reaktion. Lucius erhält eine Zelle mit einem ihm unbekannten, älteren Mann. Dieser erhält Besuch von Paulinus. Dadurch erfährt Lucius, dass es sich um den Heiligen Paulus von Paulus handelt. In der nächsten Zeit unterrichtet er Lucius, dieser lässt sich nach einiger Zeit taufen. Nach der Hinrichtung Pauli und Petri kommt Lucius in eine schlechtere Kammer.

Inzwischen steht der Krieg mit Jerusalem vor der Tür. Vespasians Sohn Titus (bei dem es sich zufällig um einen alten Schulfreund von Lucius handelt) soll den Feldzug leiten. In einer Beratung, in der auch der Name Lucius Flavus fällt, kommt es zur Diskussion über die kampffähigen Christen und Vespasian bestimmt, dass diese zu einer Strafzenturie zusammengefügt werden sollen. Alle werden ihrer Titel und Ehren enthoben. Unter diesen ist auch Lucius. Auf Titus' Rat will er sich zunächst das Leben nehmen, besinnt sich dann aber seines Glaubens wegen anders. Títus gibt ihm ab da alle Verachtung zu spüren.

Viertes Buch: Jerusalems Ende

Die Strafzenturie wird unter den Befehl des grausamen Zenturio Bilosus Vaser gestellt. Sie muss nun überall die schwersten Arbeiten verrichten, Gräben ausheben, und bekommt weniger zu essen. Nach der Ankunft in Jerusalem brechen viele zusammen, müssen aber sofort wieder die Gräben ausheben und das Lager befestigen. Lucius, der die Erschöpfung seiner Kameraden nicht mehr mitansehen kann, wird gezüchtigt und auf halbe Ration gesetzt.

Titus unternimmt ohne große Bedeckung und obgleich noch keine der Kohorten eingetroffen ist, einen Spähritt. Die Juden machen unter Eleazar einen Ausfall, Titus jedoch ist nur von wenigen Männern umgeben und muss unterliegen. Lucius übernimmt kurzerhand das Kommando über die Strafzenturie und diese kommt, ohne Schwert, Schild und Rüstung, dem Sohn des Kaisers zu Hilfe. Da sie beim Aufwerfen der Lagerwälle waren, können sie nur ihre Spaten zu Hilfe nehmen. Lucius rettet Titus das Leben, indem er den hinterrücks angreifenden Eleazar niederschlägt. Fast die Hälfte der Strafzenturie muss das Leben lassen, doch gelingt es ihnen, den Feinden standzuhalten, bis bewaffnete Verstärkung eintrifft. Titus, der nach allen Beleidigungen und Schmähungen eher erwartet hat, dass Lucius ihn bei Gelegenheit niedersticht, betrachtet diesen plötzlich mit ganz anderen Augen. Titus belohnt die Überlebenden der Strafzenturie fürstlich und setzt sie in ihre alten Ehren und Stände ein. Lucius Flavus wird seines Mutes wegen besonders belohnt, erhält das Amt des Adjutanten bei Titus und darf im Zelt des Feldherrn wohnen. Bilosus Vaser, der Lucius bis zuletzt an der kühnen Tat hindern wollte und ihn danach reglementierte, wird für den Provianttransport eingeteilt.

Nach einiger Zeit kommt Berenike, die nun anstatt Lucius Titus umgarnt, auf Besuch. Da der Name, den die ägyptische Sybille genannt hatte, nicht Flavus, sondern Flavius war, sieht sie nun in Titus die Verwirklichung ihrer Träume und straft jeden in ihrer Umgebung, der diesen Irrtum oder überhaupt Lucius Flavus erwähnt.

Um als den Männern gleichwertig zu erscheinen, hat sie sich wie eine Amazone verkleidet, fällt aber beim Geruch der Leichen in Ohnmacht, zum Glück kann sie Lucius noch im letzten Moment auffangen. Die Belagerung nimmt ihren Lauf, Jerusalems Heerführer, die sich noch immer im Rivalenkampf befinden, kommen nicht zum einheitlichen Widerstand.

Eleazar wird nach seiner von Lucius' Spaten verursachten Wunde in den Davidsbau in Jerusalem gebracht, wo Eusebius ein Lazarett für Verwundete eingerichtet hat. Seine eigentliche Frau Rachel erfährt erst nachträglich davon, wird aber von dem Schwerverwundeten weggeschickt. Thamar, deren Fuß wieder verheilt ist, hilft Eusebius verschleiert bei der Pflege.

Benjamin kommt inzwischen von seiner Flucht vor dem Reeder Jonas wieder in Jerusalem an. Es gelingt ihm, wieder in das Haus der Christen zu kommen, ebenso etwas später Paulinus. Diese beiden erhalten dann den Auftrag, Jerusalem wieder zu verlassen und Benjamin wird auserwählt, das Schweißtuch der Veronika nach Bethanien zu retten. Am Tor wird Paulinus ergriffen und unter die Kämpfenden gesteckt, da er sich aber weigert, den Römern zu fluchen, von den eigenen Leuten gesteinigt. Die Christen finden ihn einige Zeit später, bemerken, dass er lebt und bringen ihn ins Verwundetenlager des Eusebius.

Der langsam genesende Eleazar vermutet fälschlicherweise ein Liebesverhältnis zwischen Thamar und Paulinus. Nach einiger Zeit geht er wieder nach Hause, überrascht aber Thamar einige Zeit später auf der Straße und bringt sie zu Rachel ins Haus. Mit dieser und auch Eleazars Bruder Natanael freundet sie sich gut an und wirkt als Missionarin. Sie verachtet Eleazar, ist aber gezwungen, einen Eid zu schwören, nicht zu fliehen.

Inzwischen wurde auch Benjamin auf seiner Flucht von römischen Spähern ergriffen, glücklicherweise kommt Lucius hinzu, der ihn in Schutz nimmt und bei sich wohnen lässt. Eines Tages kommt Rabbi Sadok ins Lager, um für den Erhalt des Tempels zu bitten, und bietet Titus die Hälfte seines Vermögens an. Titus stimmt zu. Im Lager treffen Benjamin, Sadok und Lucius wieder zusammen.

Im Kampf wird Eleazar abermals von Lucius schwer verwundet, diesmal unrettbar. Bei einer Heerschau der Römer schießt er den noch immer glühend gehassten Lucius mit dem Bogen an. Diese Tat ist aber wieder schädlich für ihn selbst, da Aufregung und Hass ihn zugrunde richten. Thamar und Rachel pflegen ihn im Tempel.

Berenike, die sich aus Scham vor den römischen Soldaten wieder zurückgezogen hat, bittet Titus, ihr zuliebe und als Denkmal ihrer Liebe den Tempel zu erhalten. Auf Lucius Hinweis, dass Jesus Christus sagte, vom Tempel werde kein Stein auf dem anderen bleiben, fasst auch er diesen Entschluss, üm das Christentum, welches er als gefährliche Macht sieht, der Lüge zu überführen. Dies geschieht nicht als Feindschaft gegen Lucius, sondern nur als Diplomatische Notwendigkeit. Titus wird es aber weder möglich sein, die Versprechen gegen Sadok und Berenike zu erfüllen, noch seinem eigenen Wunsch zu entsprechen.

Inzwischen ist die Belagerung sehr weit fortgeschritten. Seiner Tapferkeit wegen wird Lucius zum Legaten befördert. Als der Tempel brennt, verharren Rachel und Thamar bei dem sterbenden Eleazar. In seiner letzten Stunde nimmt dieser das Christentum an und wird durch seine Frau getauft. Eine Flucht aber ist nun für die beiden fast unmöglich. Beim Begehen eines verrauchten Ganges fällt Rachel in Ohnmacht. Thamar, die sie nicht verlassen will, bricht zusammen. Natanael, der jüngere Bruder Eleazars, läuft um Hilfe. Im brennenden Tempel trifft er auf Lucius, der ihn sofort begleitet. Als er oben ankommt, sind alle Rückwege versperrt. Lucius trägt die beiden Frauen aufs Tempeldach, von wo es allerdings auch keinen Abgang gibt.

Unterdessen erkennt Rabbi Sadok beim Anblick des brennenden Tempels die Wahrheit der Lehren Jesu.

Die vier Flüchtlinge werden gesehen. Nathanael springt auf einen weit entfernten, kleinen Vorsprung von wo ihm der lebensgefährliche Abstieg über eine Leiter gelingt. Er bringt Titus, der wie alle Römer und das Volk, Lucius beobachtet, eine Nachricht von Lucius. Titus schickt daraufhin einen Decurio mit einer Leiter hinauf, der Lucius hilft, die beiden Frauen zum Vorsprung und zur Leiter zu befördern. Danach bekommt Lucius von Titus die Erlaubnis, alle in Jerusalem befindlichen Freunde zu holen. Gemeinsam gehen alle nach Bethanien ins Haus des Eusebius. Lucius und Thamar heiraten.

Nach Ende des Krieges wird Lucius von Titus zum Präfekten der Prätorianer ernannt und damit zum zweithöchsten Mann Roms. Titus verspricht ihm aus Dank für alles, dass er nie einen Christen seines Glaubens wegen verfolgen wird. Lucius weiß aber, dass nach Titus dessen Bruder Domitian Kaiser werden würde und dass dann sein Tod und der Tod aller Christen unausweichlich sein würde. Beim Triumphzug in Rom, bei welchem er den Ehrenplatz zu Pferd neben Titus erhält, trifft er seine aus den Bergen zurückgekehrte Mutter und Schwester.

Nach einiger Zeit zieht er mit seiner Frau und allen Angehörigen (das heißt Sadok, Benjamin, Lucilla, Lucia, Paulinus, Rachel und Natanael) nach Italien in ein großes, schönes Landhaus am See.


Am Ende des Buches wird noch eine Begebenheit erzählt, die vier Jahre später stattfindet: Thamar ist bereits Mutter zweier Kinder. Sadok, der inzwischen, wie alle in der Familie, Christ geworden ist, widmet sich nun der Vervielfältigung der Bibel und der Briefe. Nathanael und Benjamin helfen ihm dabei. Der Papst Linus kommt zu Besuch, bespricht mit Lucius das Christentum und den Staat, danach findet man Thamar und Lucius im Gespräch. Der Leser erfährt, was aus allen geworden ist. Berenices Vorstellungen hatten sich nicht erfüllt und sie war von Stufe zu Stufe gefallen. Deren Schwester Drusilla aber war nun auch Christin geworden.

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